Zettel mit aufgemalten Fragezeichen

FAQ zur Ausbildung an der KJS

Wer kann sich bewerben?

Für die vierjährige Vollausbildung kann sich jede/r bewerben, die/der bis zum Beginn der Ausbildung das Abitur macht oder bereits hat – oder einen gleichwertigen Abschluss, der zum Studium an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln berechtigt.

Für die zweijährige Kompaktausbildung kann sich bewerben, wer bis zum Beginn der Ausbildung einen Bachelor in einem politik-, sozial- oder wirtschaftswissenschaftlichen Studium macht oder bereits abgeschlossen hat und bereits erste Erfahrungen im Journalismus gemacht hat.

Die Nationalität spielt keine Rolle bei der Auswahl. Bewerber*innen müssen allerdings die deutsche Sprache beherrschen – sie müssen grammatisch korrekt formulieren und sich verständlich, präzise und anschaulich ausdrücken können.

Welche Vorkenntnisse werden erwartet?

Bei den Bewerber*innen der vierjährigen Vollausbildung erwarten wir keine journalistischen Vorkenntnisse. Sie sind zwar zweifellos ein Plus, unseren Test haben aber auch viele Bewerber*innen bestanden, die keine Medienerfahrung hatten. Zu Beginn der Ausbildung werden die Grundlagen des journalistischen Handwerks vermittelt. Das ist eine sinnvolle Vertiefung für Bewerber*innen mit Vorkenntnissen und eine gute Grundlage für alle ohne Vorkenntnisse. Alles zur Bewerbung zur Vollausbildung hier.

Bei den Bewerber*innen der zweijährigen Kompaktausbildung sind journalistische Vorkenntnisse ein Muss. Erwartet werden mindestens ein Praktikum von zwei Monaten Dauer (oder mehr) oder eine mindestens sechsmonatige freie Mitarbeit. Mehr dazu finden Sie hier.

Wie viele Bewerber*innen werden zu den Aufnahmetests eingeladen?

Nach Auswertung der Bewerbungsunterlagen werden bis zu 50 Bewerber*innen für die Vollausbildung und bis zu zehn Bewerber*innen für die Kompaktausbildung nach Köln eingeladen.

Was unterscheidet die Kölner Journalistenschule von anderen Schulen?

Die Ausbildung an der Kölner Journalistenschule kann man direkt nach dem Abitur – und nicht erst nach einem Studium – beginnen; bewerben sollte man sich während des letzten Schuljahres. Einzigartig ist die Verknüpfung von journalistischer Ausbildung und gleichzeitigem akademischen Studium an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln. Zudem ist die Kölner Journalistenschule unabhängig von einzelnen Verlagen, Sendern und Interessengruppen; sie kooperiert bei Praktika und journalistischen Aufträgen mit vielen verschiedenen Medien.

Kann man sich die Schule unverbindlich ansehen?

Die Kölner Journalistenschule steht Interessent*innen und potenziellen Bewerber*innen für einen Besuch offen. Interessenten können sich gerne bei uns melden und individuelle Besuchstermine vereinbaren: info@koelnerjournalistenschule.de

Für welche Medien bildet die KJS aus?

Die Kölner Journalistenschule bildet vorrangig Journalist*innen für Presse, Hörfunk und Online-Medien aus.

Welches Studium ist vorgeschrieben?

Das Bachelor-Studium an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät gehört in der vierjährigen Vollausbildung zum integrierten Ausbildungskonzept der Schule. Zumindest in den Politik- und Wirtschaftsredaktionen der überregionalen Medien wird heute in der Regel auch ein akademisches Studium erwartet. Die zweijährige Kompaktausbildung kann mit einem Masterstudium einer politik-, sozial- oder wirtschaftswissenschaftlichen Fachrichtung kombiniert werden.

Wie sieht die Kooperation zwischen Schule und Universität aus?

Die Journalistenschule und die Universität sind nicht institutionell verbunden; es besteht aber eine langjährige Kooperation. Dozent*innen der Universität unterrichten an der Journalistenschule in studienbegleitenden Kursen. Außerdem werden bestimmte Studienleistungen, die an der Kölner Journalistenschule erbracht werden, mit zwölf credit points auf das „Studium integrale“ im Bachelor-Studium angerechnet.

Gibt es eine Abschlussprüfung?

Nein. Das Abschlusszertifikat bekommt, wer die vorgeschriebene Punktzahl für journalistische Beiträge in der Lehrredaktion erreicht, regelmäßig am Unterricht teilgenommen und die obligatorischen Praktika absolviert hat. Außerdem muss sie/er nachweisen, dass das Studium an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln mit dem Bachelor abgeschlossen wurde.

Wer sucht die Praktika aus?

Es gibt einen Pool mit Praktikumsplätzen; außerdem können die Schüler*innen Vorschläge machen. Jede*r Journalistenschüler*in kann auf einer Wunschliste vermerken, bei welchen Redaktionen er/sie am liebsten ein Praktikum machen möchte. Bei der Verteilung der Stellen bemüht sich die Schulleitung die Wünsche der Schüler*innen zu berücksichtigen.

Bekommen die Praktikant*innen Geld?

Unserer Meinung nach sollten qualifizierte Praktikant*innen auf jeden Fall eine Vergütung erhalten. Die meisten Redaktionen zahlen Praktikant*innen ein Pauschalhonorar, die Höhe fällt allerdings sehr unterschiedlich aus. Andere Medien zahlen zumindest ein Zeilenhonorar für veröffentlichte Artikel. Leider gibt es auch Medien, die Praktika gar nicht vergüten.

Wer bezahlt die Reisen, zum Beispiel nach Berlin, Brüssel, London oder Shanghai?

Wir übernehmen fast alle Kosten für journalistische Studienreisen, die Teil des Curriculums sind. Dazu zählen die Kosten für Flüge und Bahnfahrten, die Unterbringungskosten sowie die Kosten für Eintrittskarten, Veranstaltungen und Führungen innerhalb des Programms. Bei Auslandsreisen übernehmen wir außerdem die Visagebühren und schließen eine Gruppen-Reisekrankenversicherung ab. Die Reisen werden in der Regel von Sponsoren unserer Schule finanziell unterstützt.

Was kostet die Ausbildung an der Schule?

Da die Kölner Journalistenschule grundsätzlich allen Schüler*innen die Teilnahme an der Ausbildung ermöglichen will, ist die Höhe der Gebühren in der vierjährigen Vollausbildung abhängig vom Einkommen der Eltern. Je nach Höhe des Bruttoeinkommens liegt der Satz zwischen 0 und 500 Euro pro Monat. Die Gebührenordnung im Überblick (pdf). In der zweijährigen Kompaktausbildung betragen die Ausbildungsgebühren 500 Euro im Monat.

Gibt es Stipendien?

Es gibt keine speziellen Stipendien für Kölner Journalistenschüler*innen. Sie können wie andere Studierende auch BAFöG beantragen. Außerdem werden viele von einer der großen Studienstiftungen gefördert, wie zum Beispiel der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Die Verknüpfung von journalistischer Ausbildung und Fachstudium ist eine gern gesehene Kombination bei den renommierten deutschen Stiftungen. Die Kölner Journalistenschule unterstützt die angehenden Stipendiat*innen mit Gutachten und Empfehlungsschreiben.

Verlangt die Universität zu Köln Studiengebühren?

Nein, die Studiengebühren sind seit dem Wintersemester 2011/12 abgeschafft.